Katrin Wegemann
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Lebenslauf
- 1982 geboren in Recklinghausen (NRW)
- 2002 - 2003 Kunstakademie Münster, Freie Kunst
- 2003 - 2007 Kunstakademie Düsseldorf, Bildhauerei bei Prof. Irmin Kamp und Prof. Martin Gostner
- 2005 - 2006 Accademia di belle arti Lorenzo da Viterbo, Italien
- 2007 - 2009 Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Bildhauerei
- 2008 Emily Carr Institute Vancouver, Kanada
- 2008 Diplom bei Prof. Inge Mahn und Prof. Jo Achermann, Meisterschülerin bei Prof. Inge Mahn und Else Gabriel
- 2009 Forschungsaufenthalt in Japan, DAAD
Preise, Stipendien, Förderungen
- 2005 - 2009 Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes
- 2008 Preis des Vestischen Künstlerbundes Recklinghausen
- Mart Stam Förderpreis
- 2009 Stipendium zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses (NaFöG) Berlin
- 2010 Kunst:raum Quelle Sylt (Atelier- und Wohnstipendium)
Werke
- 2006 Scheibenkleister - Wewerka Pavillon. Die Struktur des Wewerka Pavillons besteht aus reduzierten Stützen, dem Dach und den dominierenden, umlaufenden Glaswänden, die die Einsicht in und den Blick durch den Raum ermöglichen. Der für BesucherInnen nicht zugängliche, nur von außen zu besichtigende Ausstellungsraum wird durch die Arbeit „Scheibenkleister“ als architektonisches Objekt erfahrbar. Das Konzept der ortsgebundenen Installation von Katrin Wegemann interagiert mit den architektonischen Gegebenheiten des Pavillons. Auf den Glasflächen liegt eine milchige, nur wenig transluzente, nahezu undurchsichtige Schicht. Das Material ist handelsüblicher Tapetenkleister, dem durch Experimente eine transformierte Funktion zugewiesen wurde. In den ersten zwei Phasen des Werkprozesses wird zunächst flüssig, dann dick angerührter Kleister mit den Händen auf die Glaswände aufgebracht und verrieben bis die komplette Fläche überzogen ist. Die Masse fließt herunter, tropft und beginnt anzutrocknen. In mehreren Arbeitsschritten wird so eine unregelmäßige Schicht über die nächste gelegt. In der dritten Phase diffundiert Wasser aus dem Kleister – getrocknete Bereiche beginnen sich von den Ecken der Scheiben aus abzulösen, die in der vierten Phase zur Raummitte hin bahnenweise abblättern und so Stück für Stück die Sicht in und durch das Gebäude wieder freigeben. Die gelöste Haut, die getrockneten Kleisterbahnen liegen geschrumpft, gerissen und gerollt auf dem Boden des Ausstellungsraumes. Die Gewichtung der bildhauerischen Arbeit verlagert sich von der installativen Raumplastik zur Bodenskulptur (...) Arne Reimann
Werkverzeichnis
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